Inhaltsstoffe - Lexikon

A

Actinidin nennt sich ein Enzym in der Kiwi, das sich positiv auf die Verdauung auswirkt und zudem als hervorragender Fleischzartmacher und Geschmacksverbesserer gilt. Actinidin verhindert zwar das Festwerden von Gelatine, durch kurzes Übergießen der Frischfrucht mit heißem Wasser verliert das Enzym jedoch seine Wirkung.

 

Adrenalin heißt ein wichtiges Hormon des Nebennierenmarks, das ständig an das Blut abgegeben wird und in der Leber den Blutzuckerspiegel und die Versorgung der Körperorgane mit Zucker reguliert. Adrenalin ist auch für die Blutdrucksteigerung in Gefahren- und Stress-Situationen zuständig.

 

Aflatoxine nennen sich natürliche Giftstoffe (z. B. in Dörrobst), die sich durch Hitze und Feuchtigkeit bilden.

 

Ajoen heißt eine Substanz, die das Blut verdünnt und eine beginnende Verklumpung der Blutplättchen rückgängig machen kann. Außerdem spielt sie eine wichtige Rolle bei der Zellteilung.

 

Aleuron heißt ein schwerverdauliches Reserveeiweiß, das in Bucheckern enthalten ist.

 

Alkaloide sind meist als Gruppen chemischer Substanzen in Pflanzen als stickstoff-, sauerstoff-, wasserstoff- und kohlenstoffhaltige Verbindungen vorhanden. Sie können schmerzlindernd wirken (z. B. als Chinin oder Morphin), giftig sein (z. B. als Strychnin) und Halluzinationen erzeugen (z. B. als Opium).

 

Allantoin ist ein Wirkstoff, der die Zellerneuerung und -vermehrung beschleunigt und außerdem desinfiziert.

 

Allicin heißt eine natürliche Substanz, die sich aus Alliin, einem Inhaltsstoff des Knoblauch-Öls bildet. An der Luft wird aus Allicin Diallyldisulfid, das für die antibakterielle, gefäßschützende und durchblutungsfördernde Wirkung des Knoblauchs verantwortlich ist. Alliin regt auch das Immunsystem an, Antikörper zu bilden.

 

Aminosäuren Von den bis heute aufgefundenen natürlichen Aminosäuren sind 20 am Aufbau der Peptide und Proteine beteiligt. Nur Pflanzen und Mikroorganismen sind imstande, alle Aminosäuren aufzubauen; der tierische und menschliche Organismus kann dagegen lediglich 12 Aminosäuren synthetisieren - die restlichen Aminosäuren müssen zwangsläufig mit der Nahrung zugeführt werden. Letztere nennt man unentbehrliche/essentielle: fachspr. Aminosäuren.

 

Anthozyan heißt ein blauer oder violetter, wasserlöslicher Pflanzenfarbstoff mit hohem Stickstoffgehalt, der in den Pflanzenzellen roter Pflanzen vorkommt. Dieses Cyanid, das umso wirksamer wird, je mehr Vitamin C in der jeweiligen Pflanze vorkommt, ist tumorfeindlich, antibakteriell, blutverdünnend, cholesterinspiegelsenkend und – man staune – es schädigt sogar Krebszellen.

 

Antioxidantien verlangsamen die Zellalterung und schützen vor unerwünschter Oxidation. Sie können sogar die Entstehung von Freien Radikalen verhindern, da ihnen eine vorbeugende Funktion hinsichtlich bestimmter Erkrankungen zugeschrieben wird.

 

Ascorbigen nennt man die Vorstufe des Vitamin C.

B

 

Ballaststoffe sind pflanzliche Rohfasern, die zwar nicht verdaut und verwertet werden, jedoch die Darmtätigkeit anregen und deshalb auch für die Entgiftung des Körpers zuständig sind!

 

Benzoesäure heißt ein natürlicher Konservierungsstoff, der auch synthetisch hergestellt werden kann.

 

Betain, das in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vorkommt, bewirkt die Entgiftung der Leber, schützt vor Auswirkungen von Umweltgiften und ist schleimlösend. Außerdem lähmt es Bakterien, indem es in deren Körper eindringt und dort wichtige Stoffwechselvorgänge unterbindet. Die körpereigenen Abwehrkräfte können dadurch mit den Eindringlingen besser fertig werden.

 

Betanin festigt die Gefäßwände und die kleinsten Blutgefäße.

 

Bitterstoffe wirken appetit- und darmanregend, entzündungshemmend und entspannend.

 

Bromelain nennt sich ein eiweißspaltendes Enzym, das nicht nur Fleisch zart macht, sondern auch die Verdauung fördert. Über 40°C erhitzt, verliert es seine Wirkung!

C

Calcium gilt als wichtiger Baustein für Nerven, Knochen und Zähne. Calcium ist auch an zahlreichen biochemischen Reaktionen im Körper beteiligt: es hilft bei der Blutgerinnung, baut Hautallergien ab, aktiviert Enzyme, lässt das Herz regelmäßig schlagen und steuert die Erregbarkeit von Nerven, Herz und Muskeln. Calcium verändert sogar messbar Gehirnwellen (EEG) und beeinflusst die Reaktionen der Gehirn- und Nervenzellen.
Der tägliche Calcium-Bedarf eines Erwachsenen beträgt 1000 mg. Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende und Senioren brauchen sogar noch mehr. Calciummangel kann sich unterschiedlich bemerkbar machen: erhöhte Erregbarkeit der Nerven, Verkrampfungen der Muskulatur oder rachitische Erkrankungen bei Kindern. Calcium-Überdosierung verursacht krankheitsauslösende Ablagerungen im Gewebe und in den Nieren.
Tipp: Um seinen eigenen Knochenaufbau zu stärken, sollte man am Abend calciumreiche Nahrung zu sich nehmen, da der Calcium-Stoffwechsel nachts besonders aktiv ist. Wird Calcium dagegen erst morgens oder mittags eingenommen, ist er am Abend wieder weitgehend aus dem Blut ausgeschieden – er nützt den Knochen nichts mehr!

 

Capsaicin bewirkt die Schärfe in Paprikaschoten und Chilis, verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und kann somit vor Infarkt, Schlaganfall und Lungenembolie schützen. In konzentrierter Form (als Salbe oder Pflaster) hilft Capsaicin bei Hexenschuss und Gliederschmerzen. Capsaicin stimuliert auch die Sekretion des körpereigenen Opiats Endorphin, das Hochgefühle auslösen und süchtig machen kann.

 

Capsanthin heißt der Wirkstoff, der dem Paprikapulver die Farbe verleiht.
 

Carotinoide nennt man die fettlöslichen Farbgeber der Früchte und Gemüse. Sie hemmen das Krebsrisiko, beugen Infektionen vor, stärken das Immunsystem und schützen vor Herzinfarkt.
 

Chlor ist Bestandteil der Magensäure und Gehirnflüssigkeit. Zuständig ist es für die Aufrechterhaltung der Flüssigkeitsbalance in den Zellzwischenräumen. Bei Chlor-Mangel kann es zu Stoffwechselstörungen, Magenkrämpfen, Kreislaufbeschwerden, Muskelschwäche, Übelkeit und Kopfschmerzen kommen; eine Überdosierung führt dagegen zu Bluthochdruck.

 

Chlorophyll ist überwiegend in Pflanzenblättern enthalten. Es nimmt Kohlensäure auf und gibt Sauerstoff ins Blut ab. Eine Studie aus jüngster Zeit beweist, dass Chlorophyll zwar nicht direkt Bakterien im Körper vernichtet, die Abwehrkraft der Zellen und Organe jedoch dermaßen verstärkt, dass sie leichter mit den ungebetenen Gästen fertig werden.

 

Cholesterin ist eine organische Base, die nicht nur dafür sorgt, dass sich Fette im Organismus nicht an den Arterienwänden ablagern, sondern auch die Leberfunktion und den Vitamin-Stoffwechsel unterstützt.

 

Cholin heißt ein Wirkstoff, der als besonders konzentrations- und gedächtnisstärkend gilt.

 

Chrom reguliert den Blutzucker, Kohlenhydrat-Stoffwechsel und die Fettverwertung.

 

Cumarin heißt ein wasserlöslicher Geruchsstoff, der bei Überdosis Lichtempfindlichkeit und Vergiftungserscheinungen verursachen kann.

 

Cynarin/Cynaropikrin heißt der wichtigste Wirkstoff der Artischocke. Er regt die Magensaftproduktion an, hilft Galle und Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit, fördert die Blutbildung, festigt die Blutgefäßwände und senkt erhöhte Blutfettwerte.

E

 

Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und damit unentbehrlich für die Sauerstoffübertragung im Körper. Eisen ist somit Baustein für die roten Blutkörperchen! Eisen kurbelt das Gehirn an, macht munter und hat eine positive Wirkung auf das Wachstum. Die gleichzeitige Anwesenheit von Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen im Körper sogar um ein Vielfaches. Bei längerer Einnahme von Eisen-Tabletten färbt sich der Stuhl schwarz, was völlig unbedenklich ist. Eisen zählt zu den „kritischen" Mineralstoffen, weil die Versorgung nicht immer gesichert ist und latente Eisenmangelzustände vorkommen. Blutarmut, Veränderungen an Haut und Schleimhaut, Müdigkeit, Muskelschwäche, Kopfschmerzen und Blässe sind typische Eisenmangel-Erscheinungen.

 

Eiweiß gilt als wichtigstes Baumaterial des Körpers.

 

Enzyme sind sehr hitzeempfindliche, biologische Wirkstoffe, die die Abwehrbereitschaft des Körpers stärken, Entzündungsprozesse regulieren und die Wundheilung fördern. Sie unterstützen den Organismus bei der Bekämpfung entarteter Zellen ebenso wie bei der Bekämpfung von Viren, regeln unseren Stoffwechsel und killen Pfunde. Wer gesund und nachhaltig abnehmen möchte, sollte wissen, dass eine Diät ohne ausreichend Enzyme sinnlos ist! Von außen zugeführte Enzyme können zwar die körpereigenen unterstützen, jedoch genauso gut Allergien auslösen. Bekannt sind bislang etwa 3000 Enzyme, man vermutet jedoch über 20 000 in der belebten Natur.

 

Erepsin heißt ein Wirkstoff, der eine darmreinigende, abführende und entgiftende Wirkung hat.

 

Etherische Öle bestehen aus Alkohol und Kohlenwasserstoffen, speichern Wasser in der Pflanze und sind für den jeweiligen Geschmack einer Pflanze zuständig. Sie bekämpfen Infektionen und wirken antiseptisch.

 

Ethylen ist ein Fruchtreifungshormon, das die gleichzeitige Bevorratung verschiedener Früchte und Gemüse negativ beeinflusst.

F

 

Flavonoide kommen hauptsächlich in rotem, violettem und gelbem Obst und Gemüse vor; sie sind aber auch in Tee und Rotwein enthalten. Sie können das Herzinfarktrisiko um 50% verringern, beugen Gefäßverkalkungen vor, schützen vor Entzündungen und Infektionen, stimulieren das Immunsystem und verhindern das Verkleben von Blutplättchen, weshalb sie bei Venenerkrankungen, Durchblutungsstörungen und Lebererkrankungen eingesetzt werden.

 

Fluor ist ein wichtiger Bestandteil des Zahnschmelzes und der Knochen, wirkt sich positiv auf die Wundheilung aus und hemmt Zahnverfall. Bei Fluor-Überdosierung kann es zu Fleckenbildung im Zahnschmelz, Zahn- und Knochenerweichung, Wachstumsstörungen oder Schilddrüsenveränderungen kommen – Karies deutet dagegen auf Fluor-Mangel hin.

 

Folsäure ist beteiligt an der Zellteilung, Zellverjüngung und der Reifung von roten Blutkörperchen. Folsäure schützt zwar vor Darmkrebs, verlangsamt den Alterungsprozess, baut Ängste ab, macht glücklich, schenkt tiefen Schlaf und dient der Hormonbildung, sie wirkt jedoch nur in Verbindung mit Vitamin B 12. Schwangere, Stillende, Senioren, Frauen, die mit der Pille verhüten und Personen, die viele Medikamente einnehmen müssen haben einen erhöhten Bedarf an Folsäure.

G

 

Genistein verhindert das Wachstum neuer Blutgefäße und somit auch von Tumoren.
 

Glucose/Glukose. Dieses wichtige Zwischenprodukt im Stoffwechsel, das in Pflanzen durch Photosynthese entsteht, liefert Energie für Muskeln und Nervenzellen.

 

Glucosinolate machen den typischen Geruch, Geschmack und die Schärfe von Früchten, Gemüsen und Kräutern aus. Sie haben eine vorbeugende Wirkung gegen Darmkrebs und dienen der Infektions- und Bakterienabwehr.
 

Glutathion ist das beste Antioxidans überhaupt: es verzögert die Zellalterung und kann Krebs verhindern!

 

Glykoside nennen sich Pflanzensubstanzen, die aus zweiteiligen Molekülen bestehen. Manche wirken herzstärkend, andere abführend.

I

 

Inulin nennt sich eine Pflanzen-Stärke, die, obwohl sie während des Kochens zu Fruchtzucker wird, im menschlichen Körper ohne das Hormon ‘Insulin’ abgebaut werden kann. (Wichtig für Diabetiker! Da Inulin die Aufnahme von hungerauslösenden Zuckermolekülen im Magen- und Darmtrakt verzögert, simuliert es nebenher ein starkes Sättigungsgefühl!

J

 

Jod ist zuständig für die Schilddrüsenfunktion, Zellerneuerung und Stoffwechselregulation. Es ist auch verantwortlich für gesunde Haare, Fingernägel, Haut und Zähne, verhilft zu geistiger Regsamkeit und mehr Energie. Alkoholiker, Medikamenten-Abhängige, Schwangere, Stillende, Frauen, die die Antibaby-Pille einnehmen und Senioren haben einen erhöhten Folsäure-Bedarf. Bei Überdosierung kann es zu Hautentzündungen, hervortretenden Augen und einem leichten Anschwellen der Schilddrüse kommen.

K

 

Kalium ist wichtig für die Herztätigkeit, wirkt entwässernd, kräftigt die Nieren und sorgt für eine normale Erregbarkeit von Muskeln und Nerven. Außerdem wirkt es als Katalysator bei verschiedenen Reaktionen im Energiestoffwechsel und ist zudem für die Regulation eines normalen Blutdrucks zuständig. Wissenschaftler der Universität San Diego haben jüngst herausgefunden, dass mindestens 2,4 g Kalium pro Tag für die Schutzwirkung vor Herzinfarkt und Schlaganfall nötig sind. Schon ein halbes Gramm mehr pro Tag senkt das Sterberisiko um 40 %.

 

Kotinin ist ein Abbauprodukt des Nikotins, das im Blut von mindestens 80% Nichtrauchern nachweisbar ist. Vermutet wird, dass es durch den Verzehr von gängigen Gemüse-Sorten (z. B. Blumenkohl, Tomaten, Kartoffeln, Auberginen) im Körper aufgenommen wird, denn schon mit zwei Häppchen Auberginen oder einer kleinen Portion Kartoffeln nimmt ein Nichtraucher 1 Mikrogramm Nikotin auf. Das entspricht ungefähr der Menge, die ein ‘Passiv-Raucher’ bei einem dreistündigen Aufenthalt in einem stark verqualmten Raum inhaliert!

 

Kupfer dient der Blutbildung, dem Denkprozess, der Zellatmung, der Immunabwehr und aktiviert viele Enzyme.

L

 

Linol- und Linolensäure bewahrt unsere Blutgefäße vor schädlichen Ablagerungen und senkt den Cholesterinspiegel.

 

Lutein nennt sich ein sauerstoffhaltiger Pflanzenfarbstoff.

 

Lycopin heißt der wichtigste Schutzfaktor gegen Lungen-, Prostata- und Magenkrebs und Sonnenstrahlen ist.

M

 

Magnesium zählt zu den wichtigsten Mineralien im Elektrolythaushalt, ist ein Stresskiller und wirkt herzschützend! Magnesium aktiviert etwa 300 verschiedene Enzyme, hilft beim Knochenaufbau, fördert die Blutgerinnung und unterstützt den Stoffwechsel. Außerdem ist Magnesium extrem wichtig für die Hörzellen des Ohres und schützt diese auch vor Schädigungen durch Lärm. Magnesium begünstigt auch, dass fettverzehrende Nervenreizstoffe, so genannte Fat-burner, im Körper arbeiten können. Magnesium-Mangelsymptome sind Herzrhythmusstörungen, Muskelzuckungen, Wadenkrämpfe, Schwindel, Konzentrationsmangel, Antriebsschwäche, Atemnot, Asthma, Müdigkeit, Nervosität, Verspannungen, Lärmempfindlichkeit und chronische Lungenerkrankungen. Bei einem Test erhielten z. B. chronische Lungenkranke pro Tag 100 mg Magnesium zusätzlich, worauf sich ihre Lungenfunktionswerte deutlich verbesserten!

 

Mangan hilft bei Vitamin B1- Mangelerscheinungen, entgiftet, kurbelt die Schilddrüse und damit die Fettverbrennung an, ist knochenbildend und wirkt sich positiv aus bei Zellstoffwechselstörungen und Fermentschwäche. Mangan ist auch hilfreich bei der Funktion von Leber, Bauchspeicheldrüse und Nieren. Zusammen mit Vitamin C stärkt Mangan sogar das Immunsystem und wirkt gezielt antiallergisch.

 

Methyl-Methioninsulfoniumbromid schützt vor Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren und trägt dazu bei, dass sie rasch abheilen.

 

Methylsalicilsäure kann Fieber senken und Rheumaschmerz lindern.

N

 

Natrium ist zuständig für die Regulierung des Wasserhaushalts, die Straffung des Gewebes, die Reizweiterleitung in Nerven und Muskeln und die Aktivierung vieler Enzyme. Ein gestörter Wasserhaushalt, Apathie, niedriger Blutdruck und Muskelkrämpfe deuten auf Natrium-Mangel hin.

 

Nitrat wird bereits im Speichel zu Nitrit umgewandelt, bevor es der Magen zu Stickoxid abgebaut wird. Das Stickoxid-Gas ist in in Kombination mit der bakterienhemmenden Magensäure fähig, z. B. Salmonellen-Erreger abzutöten; dies ergab eine Untersuchung an der britischen Universität in Aberdeen. Nitrit wirkt außerdem gefäßerweiternd und blutdrucksenkend. In höheren Dosierungen allerdings hemmt Nitrit den Sauerstofftransport im Blut: man kommt sich benebelt vor. (Obergrenze: 50 Milligramm pro Liter!) Bei Säuglingen unter sechs Monaten kann dies sogar zum Tode durch Ersticken führen. Da Nitrit krebsauslösende Nitrosamine bilden kann, sollte man Nitratreiche Kost vermeiden.

 

Nitrosamine gehören zu den am besonderes stark krebserregenden Substanzen! Sie entstehen aus Nitrit und Eiweißbestandteilen.

O

 

Oxalsäure bindet im Körper Calcium, was nicht nur die Bildung von Nierensteinen begünstigt, es kann gleichzeitig zu Calciummangel kommen. Oxalsäure greift auch den Zahnschmelz an. Darum sollte man oxalreiche Lebensmittel grundsätzlich mit calciumreichen Lebensmitteln (z.B. Rhabarberkompott mit Sahne, Pudding, Vanillesauce, Milchreis) verzehren, die die Oxalsäure neutralisieren und somit unschädlich machen.

P

 

Papain ist zwar dem tierischen ‘Pepsin’ nicht unähnlich, physiologisch jedoch stark überlegen, weil es sowohl im sauren als auch im alkalischen und neutralen Reaktionsbereich der Körpersäfte wirkt, während das tierische Pepsin seine Wirkung nur im sauren Milieu ausübt. Papain ist auch in der Lage, die Umwandlung von Stärke und Zucker in Fruchtzucker und Traubenzucker zu fördern und entlastet damit die Drüsen.
Papain wird als Fleisch-Zartmacher, Gewürz, Verdauungshilfe, in Antischuppen-Shampoos, Gesichtscremes, zur Behandlung von Tumoren und zur Stabilisierung von Bier in Brauereien benutzt. Papain schützt sogar Wolle vor dem Einlaufen während der Wäsche.

 

Pektin kann als natürlicher Quellstoff bis zum 100-fachen seines Eigengewichts Wasser binden! Es verdrängt Hunger, stoppt Durchfall, wirk cholesterinspiegelsenkend, bindet giftige Zersetzungsprodukte im Körper (z.B. Blei, das aus der Luft und alten Wasserleitungen aufgenommen wird) und reinigt den Darm. Dies ist besonders wichtig, um Schädigungen des Nervensystems, der Nieren und der Knochen zu meiden.

 

Phasin nennt sich ein Eiweißstoff, in dem zwar geringe Mengen Blausäure enthalten sind, die jedoch beim Kochen zerstört werden!

 

Phosphor ist wichtig für den Energiestoffwechsel, die Muskulatur, die Hirntätigkeit und die Knochen.

 

Phytohormone
Nach neuesten Erkenntnissen kann das Brust- und Prostatakrebs-Risiko durch Phytohormone um 25% gesenkt werden.

 

Provitamine nennen sich die Vorstufen der Vitamine, da sie erst im Körper zu Vitaminen umgewandelt werden.

Q

 

Quercitin nennt sich ein Pflanzenfarbstoff, der das Darmkrebsrisiko senkt, die Durchblutung fördert und Viren tötet.

R

 

Raphanol heißt ein schwefelhaltiges Öl, das verdauungsfördernd wirkt, indem es die Dünndarmmuskulatur zu stärkeren Bewegungen (Perestaltik) reizt. Synchron werden dabei die Gallengänge gereinigt und Wasseransammlungen schneller ausgeschieden.

 

Raphiden nennt man nadelfeine, scharfe Kristalle aus Calciumoxalat, die die empfindlichen Häute von Mund und Zunge derart reizen können, dass sie Kratzen im Hals und sogar Verdauungsbeschwerden verursachen können.

 

Reservatol nennt sich ein Inhaltsstoff, der Cholesterin-Ablagerungen an den Gefäßwänden mindert und so vor Herzkrankheiten schützt.

S

 

Saponine/Seifenstoffe haben zwar krebsverhindernde, zellerneuernde, entwässernde, verdauungsfördernde und cholesterin- und blutzuckersenkende Eigenschaften, vor Überdosierung wird jedoch gewarnt, weil sonst toxische Werte aufkommen.

 

Sekretin bringt die Bauchspeicheldrüse auf Trab, indem es die Bildung von Verdauungssaft ankurbelt.

 

Selen nennt sich ein Spurenelement, das für die Immunabwehr und Entgiftung zuständig ist und auch als wertvoller Antikrebsstoff gilt. Haarausfall, Verdickung und Ausfall der Finger- und Fußnägel und Stoffwechselstörungen sind meist Selen-Mangelsymptome, Haarausfall und stetiger Verlust von Finger- und Fußnägeln deuten dagegen auf Überdosierung hin.

 

Senföl wirkt verdauungsfördernd, cholesterinsenkend, krebsvorbeugend und kurbelt den Kreislauf an.

 

Serotonin heißt ein körpereigenes Hormon, das desto mehr vom Körper hergestellt wird, je kohlenhydratreicher die Ernährung ist.

 

Solanin nennt sich ein toxisches Alkaloid (toxische Wirkung ab 25 mg - tödliche Dosis ab 400 mg!), das Durchfall, Erbrechen, Magenkrämpfe, Nierenentzündung, Lähmung, Atemstillstand, Hautausschläge (besonders an den Beinen) und das Auflösen roter Blutkörperchen hervorrufen kann.

 

Sulfide nennt man pflanzliche Wirkstoffe, die die Krebsentstehung hemmen, die Verdauung fördern, vor Herzinfarkt schützen, den Cholesterinspiegel senken und das Immunsystem stimulieren.

T
 

Tannin heißt ein bitter-herber Gerbstoff in Früchten, der nicht nur schwer entfernbare Flecken verursachen kann, sondern auch eine entzündungshemmende Wirkung aufweist.

 

Terpen nennt sich ein Inhaltsstoff mit cholesterinsenkender, entgiftender und antioxidativer Fähigkeit.
 

Tyrosin heißt ein Inhaltsstoff mit stimmungsaufhellenden Eigenschaften.

V

 

Vitamine nennt man lebenswichtige Ergänzungsstoffe der Ernährung, die laufend aufgenommen werden müssen, um Mangelerscheinungen zu verhindern.

 

Vitamin A/Augenvitamin/Axerophthol/Retinol ist ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln enthalten. In Pflanzen kommen dagegen Carotinoide/Beta-Carotin vor, die der Körper (die Leber) teilweise in Provitamin A umwandelt. Dieses fettlösliche Vitamin A ist zuständig für Haut, Haare, Stoffwechsel Wachstum, stärkt das Immunsystem, wirkt blutreinigend, schützt die Zellen vor Nikotinmissbrauch und UV-Strahlung und fördert die Anzahl der Spermien. Nachtblindheit, Lichtempfindlichkeit, Veränderungen der Schleimhäute und Störungen des Knochenwachstums und Kariesbildung deuten auf Vitamin-A-Mangel hin, bei einer Überdosierung kommt es zu Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Erbrechen. In den ersten Wochen der Schwangerschaft kann sogar der Embryo geschädigt werden!

 

Vitamin B1/Aneurin/Thiamin ist im Körper dafür zuständig, Kohlenhydrate in Zucker umzuwandeln. Fehlt dieses Vitamin durch Fehlernährung, bilden sich Fettdepots und der Blutzuckerspiegel bleibt unten; die Folge ist Dauerhunger. Vitamin B1 stärkt Herz, Muskulatur, Knochen, Schilddrüse macht gute Laune, bringt die Verdauung und den Stoffwechsel auf Trab und hat einen angstlösenden und beruhigenden Effekt. Vitamin-B1-Mangelsymptome sind Beeinträchtigungen von neurologischen Funktionen (Angst), Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Vergesslichkeit, Herzflimmern. Erhöhter Vitamin-A-Bedarf entsteht durch starke körperliche und seelische Belastung und übermäßigen Alkoholkonsum.

 

Vitamin B2/Lactoflavin/Riboflavin dient der Begünstigung von Zellatmung, Stoffwechsel, Netzhautfunktion, hilft bei Migräne, pflegt Haut, Fingernägel und Haare und lässt Augen glänzen. Risse im Mundwinkel und eine rot-violette Zunge sind deutliche Anzeichen für Vitamin-B2-Mangel.

 

Vitamin B3/Niacin/Nicotinsäureamid entfacht jede Menge Körperenergie: man ist lebensfroh, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Stress und Nervosität verschwinden und die Hormonproduktion wird angeregt. Vitamin-B3-Mangel kann sich in plötzlicher Erschöpfung, Entzündungen im Mund, Brennen an Händen und Füßen und Nervosität darstellen. Vorsicht: Bei Vitamin-B3-Überdosierung kann eine Schädigung der Leber verursacht werden!

 

Vitamin B5/Pantothensäure baut die Haut auf, aktiviert den Zellstoffwechsel wirkt antidepressiv, schützt vor giftigen Umwelteinflüssen und regt die Produktion von Nebennierenhormonen an. Bei Vitamin-B5-Mangel steigen die Blutfettwerte an.

 

Vitamin B6/Adermin/Pyridoxin Dieses Verdauungsvitamin ist nicht nur dem Eiweiß-, Fett- und Gehirnstoffwechsel zuträglich, es ist auch hilfreich beim Bau von Zellkernen und der Produktion von roten Blutkörperchen, wirkt sich positiv bei Frauen in und nach der Menopause aus und verhindert sogar Schwangerschaftserbrechen und Reisekrankheiten. Selbst traumlose Nächte, Depressionen und gefühllose Hände bekommt man dank Vitamin B6 wieder in den Griff. Frauen, die die Pille nehmen, sich in den Wechseljahren befinden, schwanger sind oder stillen, haben einen erhöhten Vitamin-B6-Bedarf, typische Vitamin-B6-Mangelerscheinungen sind Entzündungen im Gesichtsbereich, Haarausfall, Muskelschwund, Talgdrüsen-Überproduktion und Nervenkrämpfe.

 

Vitamin B12/Cobalamin wirkt nervenstärkend, stoffwechselanregend und ist hilfreich bei der Bildung von roten Blutkörperchen. Es schützt auch vor Arterienverkalkung, Schlaganfall, Herzinfarkt, Allergieauslösern, Umweltgiften und produziert ‘Methionin’, das für Glück, Freude und Wohlbefinden sorgt. Vitamin B12 wird vornehmlich in der Darmflora erzeugt und ist mitverantwortlich für die Wirkung anderer Vitamine. Strenge Vegetarier, Schwangere, Stillende und Senioren haben einen erhöhten Vitamin-B12-Bedarf. Mangelsymptome können starkes Herzklopfen, Blutarmut, Atemlosigkeit, Herzschmerzen, Geräuschempfindlichkeit, Gedächtnisschwund und Lähmungen verursachen.

 

Vitamin B15 trägt zur Stabilisierung des Blutdrucks bei.
Kreislaufschwäche und erhöhter Blutdruck sind die typischsten Vitamin-B15-Mangelsymptome.

 

Vitamin C (Ascorbinsäure nennt man synthetisch hergestelltes Vitamin C) fördert die Eisenresorption, ist für die Produktion fettabbauender Hormone verantwortlich und stärkt den Immunschutz. Außerdem aktiviert es den Stoffwechsel indem es Fett aus den Reserven lockt und die Bildung krebserregender (cancerogener) Nitrosamine hemmt. Bekannt ist Vitamin C eigentlich als Erkältungs-Vitamin, weil es die Infektionsabwehr des Körpers stärkt. Dieser Effekt ist aber nicht unbegrenzt zu steigern, da das Vitamin nicht im Körper gespeichert und bei Bedarf aktiviert werden kann; nicht benötigte Mengen scheidet der Körper deshalb wieder aus! Folglich ist es in der Regel auch unnütz, zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten Vitamin-C-Tabletten einzunehmen. Tipp: Vor der Zeugung sollte der Mann viel Vitamin-C-weiches Obst und Gemüse essen, da dadurch die Samenfäden vor Giftstoffen aus der Umwelt geschützt und damit Erbgutschäden verhindert werden. Vor allem Raucher sollten sich daran halten, weil ihnen dieses wichtige Vitamin C fast immer fehlt!
Vitamin-C-Mangelsymptome sind Kopfweh, Müdigkeit, Zahnfleischerkrankungen und Knochenschmerzen.

 

Vitamin D/Calciferol nennt sich ein lichtempfindliches Vitamin, das der Knochenbildung und Regulation des Calcium- und Phosphatstoffwechsels. Erhöhter Vitamin-D-Bedarf besteht bei schlecht heilenden Knochenbrüchen. Bei Überdosierung kann es zu Verkalkungen und Veränderungen des Blutbildes kommen. Störungen des Phosphat- und Kalkstoffwechsels sind dagegen typische Vitamin-D-Mangelerscheinungen.

 

Vitamin E/Tokopherol wird dem Körper überwiegend mit den Nahrungsfetten zugeführt. Das zwar kochbeständige, jedoch sehr lichtempfindliche Vitamin E schützt uns vor Krebs, indem es die Funktion der Organe stärkt und sorgt dafür, dass wir keine fettigen Haare und Schuppen bekommen. Erhöhter Vitamin-E-Bedarf entsteht bei Muskelkrankheiten, Arbeiten am Bildschirm, Herzschwäche, Abwehrschwäche, Stress und Beschwerden vor der Periode. Ein plötzlicher Rückgang der Hormonproduktion gilt als Vitamin-E-Mangelsymptom.

 

Vitamin H/Biotin wird für Stoffwechselvorgänge benötigt. Da Vitamin B die Nahrung in Energie umwandelt, fördert es auch das Wachstum von brüchigen Haaren und Nägeln. Bei einer Vitamin-H-Überdosierung (z.B. durch Übergenuss von rohem Eiklar) wird Biotin zu giftigem ‚Avidin’ gebunden. Dadurch kann es zu Mangelerscheinungen wie Haarausfall und Hautveränderungen kommen. Durch Erhitzung (kochen, braten, backen) wird Avidin zerstört!

Z

 

Zingibain heißt ein Enzym, das Fleisch zart macht.

 

Zink ist an vielen Stoffwechselreaktionen und der Enzymaktivierung beteiligt. Es stärkt die Immunabwehr, verleiht den Augen Glut und Feuer, beschleunigt Wundheilung und beruhigt das zentrale Nervensystem. Typische Zink-Mangelsymptome sind Hautekzeme, Verhornung, Immunschwäche, Haarausfall, Mundgeruch und dünne Haare. Tipp: Ein normales Mundwasser verdrängt Mundgeruch nur für etwa 20 Minuten. Wird das Mundwasser jedoch mit dem Inhalt von Zinkkapseln angereichert, hält die Wirkung für Stunden vor.

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