ALTERNATIVE OBSTARTEN


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SANDDORN  
      (Hippophae rhamnoides)

Sanddorn ist ein weltweit verbreitetes Wildobst, welches sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit beim Konsumenten erfreut. Besonders der hohe Gehalt an Vitamin C und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen sind wichtige Argumente für diese anspruchslose Obstart. Wie der Name schon sagt, kommt sie mit leichten Böden recht gut zurecht, ist hitzeverträglich, frosthart und windfest. Im Erwerbsanbau sind humusreiche Böden empfehlenswert. Da viele Sanddornsorten sehr bedornt sind und die Ernte sich oftmals schwierig darstellt, haben wir besonders gering bedornte, großfrüchtige und leichter beerntbare Sorten ausgewählt.

Für einen Fruchtertrag ist das Pflanzen von weiblichen und männlichen Sorten notwendig. Eine männliche Pflanze befruchtet bis zu 10 weibliche. Die kleinen, unauffälligen Blüten locken keine Insekten an, sondern werden in erster Linie vom Wind bestäubt. Daher sollte der Befruchter nicht zu weit entfernt stehen.

ORANGE ENERGY® HABEGO (S)  
große, länglich-ovale, leuchtend gelborange Früchte, sehr farbstabil und gering behaart, dichter Fruchtbesatz bereits ab Mitte, bis Ende September - Spitzensorte aus dem Zuchtprogramm von H.-J. ALBRECHT, Berlin, die als Krönung dieser Zuchtreihe bezeichnet werden kann.
Wuchs stark, breit aufrecht mit ausladender Seitenverzweigung, nur mäßig bedornt;

SIROLA(S)  
Wuchs mittelstark, straff aufrecht, sehr gering bedornt, wenige Wurzelausläufer; gezüchtet durch H.-J. ALBRECHT, Berlin, aus Kreuzung einer sibirischen Sorte mit H. r. Pollmix; Früchte groß (100 Früchte = 52 Gramm), länglich oval bis walzenförmig, nur am Ende etwas beschülfert, rot-orange, angenehm süß, Fruchtstiele relativ lang, dadurch gut pflückbar, bereits Ende Juli bis Anfang August reif - wegen Fruchtfärbung, guten Geschmacks und früher Reife empfehlenswert für den Privatgarten.
Geschützte Sorte - unerlaubter Nachbau verboten!

POLLMIX 3 

Männliche Befruchtersorte für Orange Energy® und Sirola(S); Wuchs breit aufrecht, mittelhoch, schwach bedornt; Blätter dunkelgrün silbrig beschülfert; in Ertragsanlagen empfiehlt sich die Zuordnung von ´Pollmix 1´ und ´Pollmix 3´; von H.-J. ALBRECHT, Berlin, 1986 in den Handel gebracht.

Mehr Infos: Artikel Obstbau Juni 2007
                Artikel 'Ein ganzer Arzneimittelschrank in einer Frucht'

 

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GOJI    
      (Lycium barbarum)

Nur wenige Obstarten polarisieren derzeit so wie Goji. Einerseits wird sie als die Wunderbeere aus dem Himalaya, die Anti-Aging-Sensation in Hollywood, auf die kein Star verzichten kann, gehandelt. Andererseits ist Goji bei uns schon lange als Teufelszwirn oder Bocksdorn bekannt und wächst im Weinviertel in fast jeder Kellergasse und jedem Hohlweg. Vor einem Verzehr in größeren Mengen, vor allem der Blätter und Blüten, wurde sogar schon immer gewarnt.

Natürlich handelt es sich bei den neuen Goji-Sorten um chinesische oder tibetische Selektionen, welche hinsichtlich Inhaltsstoffen und anderer obstbaulicher Eigenschaften gezüchtet werden.

Aufgrund der regen Nachfrage und des Interesses einiger Obstbauern, diese Obstart auch bei uns zu kultivieren, haben  wir einige der besten Sorten in unser Sortiment aufgenommen:

 

No.1 LIFEBERRY®
Hochleistungssorte, selektiert nach Geschmack, Inhaltsstoffen und Ertrag. – Millionenfach in chinesischen Erwerbsplantagen, hauptsächlich in der Region ´Ningxia´, angebaut.
Sorte markenrechtlich geschützt!

BIG LIFEBERRY®
Wie die Art, jedoch stärkerer Wuchs mit größeren Blättern und Früchten - eine chinesische Selektion.
Sorte markenrechtlich geschützt!

SWEET LIFEBERRY®
Wie die Art; Wuchs kompakter, feintriebiger; Blätter kleiner; Früchte sehr zahlreich und süß - eine chinesische Selektion für den Ertragsanbau.
Sorte markenrechtlich geschützt!

 

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SCHISANDRA    
      (Schisandra chinensis)
 

Schisandra chinensis gehört seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Pflanzen der traditionellen chinesischen Medizin. Trotz der nachweislich umfangreichen Heilwirkungen ist die Pflanze in Europa eher eine Rarität, genießt aber eine Vielzahl von Namen: Chinesisches Spaltkörbchen, Chinesischer Limonenbaum, Chinabeere oder Wu Wei Zi, was übersetzt „Kraut der fünf Geschmäcker“ heißt. Aber auch Bezeichnungen  wie „Frucht der fünf Elemente“, „Fünf-Geschmacks-Frucht“, „Fünf-Aroma-Frucht“, „Beerentraube“ oder „Chinesische Vitalbeere“ findet man für „Schisandra chinensis“.

Shisandra-Früchte schmecken scharf, salzig, bitter, süß und sauer. Wobei die Beere selbst den salzigen, die Schale den süß – saueren und die Kerne der Frucht den bitteren und zugleich scharfen Geschmack haben.

Die Kletterpflanze mit ihren eiförmig zugespitzen Blättern kann mit einer Rankhilfe über 4 m hoch wachsen. Sie ist winterhart und gilt als sehr robust und pflegeleicht. Im späten Frühjahr entstehen an der Basis junger Triebe wunderschöne, duftende weiß-blaßrosa-cremig gefärbte Blüten. Ursprünglich ist Schisandra zweihäusig, d.h. dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt. Mittlerweile gibt es selbstfruchtende Selektionen. Werden zwei Chinabeeren gepflanzt, fördert dies die Fruchtbildung.

Die gewöhnungsbedürftig aber interessant und aromatisch schmeckenden Früchte werden am besten erst nach dem ersten Frost im Oktober geerntet, meist gedörrt oder zu Saft oder Marmelade verarbeitet. Aus getrockneten Früchten wie auch aus Blättern und Trieben können Tees bereitet werden. 

Die Pflanzen lieben einen feuchten Standort, der auch durchaus halbschattig sein kann, leiden aber unter Trockenheit und Hitze. Wie Reben sind sie sehr gestaltungswillig, ein paar Drähte zum Emporwinden reichen, aber auch zur Begrünung von Zäunen, Pergolen, Rankgittern oder Spalieren ist Schisandra sehr gut geeignet.

 

GRANATAPFEL    
      (Punica granatum)

GROSSFRÜCHTIGER GRANATAPFEL 'GÖTTIN JUNO'  

Der Granatapfel gedeiht in unserem Klima am besten als Kübelpflanze an einem sonnigen Standort, auf Balkon und Terrasse,  oder verleiht so manchem Winzerhof inmitten von Oleander, Margerite oder Agave eine exklusive mediterrane Note.

Er ist eine symbolträchtige, mythologische Pflanze und man kennt ihn in allen Kulturen der Alten Welt. Er gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und der Liebe, die Synergie von antioxidativen, antientzündlichen und antiöstrogenen Inhaltsstoffen soll auch nach neuesten Erkenntnissen nachweislich die Entwicklung von Prostata- und Brustkrebs bremsen. 

Für die Ausreife von Früchten benötigt der Granatapfel eine lange Vegetationszeit (5 bis 7 Monate). Bewährt hat sich für „Göttin Juno“ Ende April einen besonders sonnigen, windgeschützten Platz im Freien auszuwählen, an dessen Zweigenden bald große, glockenförmige, geknitterte (erinnern an Krepppapier) Blüten entstehen, welche feuerrot und weißumsäumt leuchten. Seine Blätter sind relativ klein, grün und von länglich-elliptischer Form. Der Neuaustrieb ist rötlich-orange gefärbt.

Zur besseren Ausreife der Früchte sollte man in unserem Klima die Pflanzen ab Ende September in einen Wintergarten stellen, um im November / Dezember die reifen Früchte zu ernten. Granatäpfel sind nicht klimakterisch, das heißt die Früchte reifen nach der Ernte nicht nach. Sie sind aber sehr lange lagerfähig.

Ab Jänner sollten die Töpfe bei ca. 0 bis 4°C überwintert werden, auch leichte Fröste (bis max. -10°C) sind kein Problem. Bei Plusgraden nicht zu feucht, bei Minustemperaturen sehr wohl, damit keine Wurzeln erfrieren. Ob hell oder dunkel ist egal, da während der Winterruhe die Blätter abgeworfen werden.

Die apfelähnliche Frucht hat einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimeter, ist anfangs grün und bis zur Reife orange bis kräftig rot gefärbt. Im Inneren von vielen Wänden durchzogen, entstehen Kammern in denen 300 - 400 Kerne liegen, welche von einer roten Samenschale umgeben sind, die man essen kann. Das Fleisch selber ist nicht genießbar. 

Ungeübt kann das Essen von Granatäpfeln zu einem Abenteuer oder zu einer regelrechten Saftschlacht werden. Mit etwas Vorsicht gelingt es aber auch ganz ohne zu patzen:

1. Am besten rollt man den Granatapfel mit Druck auf einer festen Unterlage, bis aus dem inneren leichte Knackgeräusche zu hören sind. Dabei lockern sich die Samen in den Kammern vom ungenießbaren Fruchtfleisch.

2. Dann schneidet man mit einem spitzen Messer vorsichtig den Blütenkelch heraus.

3. Als nächstes viertelt man die Schale des Granatapfels so tief, dass die darunter liegenden Kerne nicht verletzt werden.

4. Ein Viertel nach dem anderen vorsichtig wegbrechen.

5. Die fleischigen Kerne nacheinander von der bitteren, cremefarbenen Membran loslösen.

6. Dem süßen, saftigen Genuss, frisch gelöffelt oder verarbeitet zu Saft, Fruchtsalat usw. steht nichts mehr im Wege. Um die Gerbstoffe der Zwischenwände zu vermeiden, sind bei der Saftpressung nur die ausgelösten Kerne zu verwenden.

 

KAKI – Diospyros kaki

Kaki – auch Persimone, Honigapfel oder Sharonfrucht – genannt,  stammt ursprünglich aus China. Die süße, orangefarbene, äußerlich einer großen Tomate ähnelnde Frucht wird in den letzten Jahren im Spätherbst in fast allen österreichischen Supermärkten aus italienischer Produktion angeboten.  Kakis sind Ebenholzgewächse (Ebenaceae), der wissenschaftliche Name `Diospyrus kaki´ bedeutet „Frucht des Zeus“.

Kakibäume sind grundsätzlich sehr genügsam und  anpassungsfähig an verschiedene Bodentypen, in unserem Klima sind aber die begrenzte Winterhärte des Holzes sowie die lange Vegetationsperiode, die Kakis zum Ausreifen benötigen, der limitierende  Faktor im Anbau.  Im Winter erträgt das Holz bis -15° C, verschiedene Faktoren wie Baumalter, Ernährungszustand und Unterlage beeinflussen die Winterhärte wesentlich.  Junge und mit Stickstoff gepuschte Bäume sind besonders gefährdet.

Optimale Belichtung und hohe Temperaturen fördern die Produktivität der Bäume und die Fruchtqualität besonders. Schädlinge und Krankheiten existieren zwar, haben aber im Hobbyanbau nur geringe Bedeutung.

Die `Frucht der Götter` reift erst, wenn die Blätter des Baumes zum größten Teil abgefallen sind (Oktober – November).  Den pelzigen Geschmack, hervorgerufen durch die Tannine, verliert die Frucht zum einen während des Reifeprozesses, zum anderen bei Frost. Eine gemeinsame Lagerung mit Äpfeln beschleunigt den Reifeprozess und den Tanninabbau  der Kakifrüchte deutlich (Ethylenausscheidung reifender Äpfel).  

Auch die Sorten sind entscheidend  für die Ernte- und Lagerbedingungen. Nicht adstringierende  Sorten (NA) können bei günstigen Klimabedingungen direkt ab Baum, im harten Zustand konsumiert und einige Zeit kühl gelagert werden. Adstringierende Sorten (A-Sorten) sollten entweder überreif und matschig geerntet oder zusammen mit Äpfeln gelagert werden.  Ist die Genussreife erreicht, sind die Früchte nur mehr gering lagerfähig.

Überreif, wenn der sonst vorhandene leicht bittere und pelzige Geschmack verschwunden ist, haben Kakis ein sehr interessantes und vielschichtiges Aroma,  sind sehr gesund, vielseitig verwertbar und auch frisch genossen eine willkommene Abwechslung im winterlichen Obstsortiment.

Kakifrüchte werden aufgrund ihrer Sorteneigenschaften in zwei große Gruppen eingeteilt – nicht adstringierend (NA) und adstringierend (A), welche wiederum bezogen auf ihre Reaktion betreffend die Bestäubung in je zwei Untergruppen unterteilt werden:

PCA-Sorten (Pollination Constant Astringent): Die Früchte sind unabhängig von der Bestäubung  bei der Ernte immer adstringierend und haben ein helloranges Fruchtfleisch.

PVA-Sorten (Pollination Variant Astringent): Die Früchte sind bei der Ernte immer adstringierend, weisen aber bei einer Fremdbestäubung eine dunklere Verfärbung rund um die Kerne auf.

PCNA-Sorten (Pollination Constant Non Astringent): Bei geeigneten Klimabedingungen verlieren die Früchte ihre Adstringenz bis zur Ernte unabhängig von einer Fremdbestäubung.

PVNA-Sorten (Pollination Variant Non Adstringent): Ohne Fremdbestäubung sind die parthenokarp gebildeten Früchte  bei der Ernte weich und adstringierend.
Werden die Blüten jedoch durch Fremdpollen bestäubt, weisen die daraus entstehenden Früchte dieselben Eigenschaften auf wie diejenigen der PCNA-Sorten.

 

 Tipo (PVNA) Bild: In der Mitte Tipo (190g), umringt von Rosseyanka (50-70g)

ist vor allem wegen des hohen Ertrages und der schmackhaften, sehr großen (bis 260 g) und zarten Früchte eine Hauptsorte in Italien und gilt als `DIE KAKI´. Die Früchte sind eher flach, sehr süß und von bestem Geschmack. Der Baum bildet dichte, kompakte Kronen und beginnt sehr früh zu tragen. Tipo ist selbstfruchtbar und wird in Italien meist ohne Befruchter gepflanzt, da er mit zu reichtragend ist, die Fruchtgröße leidet und die Früchte mehr Kerne ausbilden.   Unter österreichischen Klimabedingungen kann eine Fremdbefruchtung empfohlen werden,  da er bei uns erst ab Ende Oktober reift und die Früchte von Beginn an weniger Tannin bilden.

 

 Vainiglia (PVNA)

gibt das besonders süße, saftige - nach einem Hauch von Bourbon-Vanille duftende - Fruchtfleisch den Namen. Vainiglia ist die früheste und bei uns schon ab Mitte Oktober reifende Kaki. Mittelgroße, hochgebaute, süße Früchte (140 g) und regelmäßiger Ertrag machen sie auch in unseren Breiten für Liebhaber interessant. Der Baum wächst kräftig. Tipo und Cioccolatino sind sehr gute Befruchter für Vainiglia.

 

 Cioccolatino (PVNA)

hat seinen Namen von den dunkel gefärbten Adern, welche das Fruchtfleisch der Früchte durchziehen und auch von außen eine dunklere Farbe geben. Die Früchte sind eher klein (d 90 g), rund, schon vor der Vollreife genussfähig, besonders süß und sehr knackig.  Cioccolatino reift zwischen Vainiglia und Tipo und ist vor allem für den Hausgarten und als robuster Befruchter für Tipo und Vainiglia interessant.

  Rosseyanka (D.Kaki x Diospyros Virginiana)

Diese Sorte kombiniert die Winterhärte von D. Virginiana und die Größe der Früchte von Diospyros Kaki. Die Früchte sind jedoch kleiner und gerbstoffhaltiger als bei den kommerziell angebauten Sorten.
Der Mutterbaum unserer Edelreiser ist acht Jahre alt und hat schon Winter mit -18°C ohne jeglichen Frostschaden überstanden. Er bringt jährlich sehr hohe Erträge mit bis zu 300 Früchten mit 50-70g Fruchtgewicht.
 

 Nikitas Gift (Rosseyanka x Diospyros Kaki)

Die aus der Ukraine stammende Hybridsorte soll von Diospyros virginiana angeblich die Winterhärte und von Diospyros kaki  die Fruchtgröße geerbt haben.  Trotzdem sind bei uns im Winter 2010 bei -22° sämtliche 2-jährigen Bäume erfroren, welchen ältere Bäume von anderen Sorten überlebt haben.

  

 20th Century (PCNA)

ist eine gering herbe Persimone mit mittelgroßen (130 g), orangeroten Früchten, köstlich im Geschmack. Im Herbst bevor die Blätter fallen verfärbt sich der Baum besonders schön.

 

 Hana Fujo (PCNA)

ist als Hauptsorte in Japan, Florida und China  wärmebedürftiger  als Tipo oder Vainiglia, aber geschützt besonders hoch im Ertrag, sehr groß (d 220 g), flach gebaut, eine der besten im Geschmack (obwohl nicht ganz so süß wie Tipo) und nie adstringierend, samenlos. Der Baum ist frühtragend, selbstfruchtbar (Fremdbefruchtung fördert die Ertragssicherheit) und sollte in jungen Jahren unbedingt vor Frost geschützt werden.

 

 Rojo Brilliante (PVNA)

Neben dem guten Geschmack macht der besonders hohe Ertrag  Rojo Brilliante zu einer Hauptsorte in Spanien. Die Früchte sind groß (d 180 g), hochgebaut, festfleischig und daher gut lagerfähig, nicht so süß wie Tipo aber auch sehr aromatisch. Der Baum beginnt sehr früh zu tragen und ist selbstfruchtbar.  Die Sorten der Persimone sind nicht adstringierend und werden wie ein Apfel gegessen. Rojo Brilliante reift 2 bis 3 Wochen später als Tipo und ist sehr wärmebedürftig. Selbst in Italien erreicht man nicht die Qualität wie in Südspanien.

 

                                  In der Schnapserzeugung und verarbeitenden Obstproduktion -

vom Kenner schon immer geschätzt - vom Liebhaber neu entdeckt!

 

EDELEBERESCHEN - DIE VOGELBEEREN  
              (Sorbus auccuparia)

Die Früchte enthalten bedeutende Mengen des Zuckeralkohols Sorbit, welcher neben dem Zuckergehalt (10-12%) mit zu dem typischen Geschmack der herb-aromatischen Beeren beiträgt und für Diabetiker eine positive Rolle spielt. Weiters wird die Frucht durch den hohen Vitamin C- und Pektingehalt von der Verwertung sehr geschätzt. Auch der stabile gelbe Farbstoff wird (durch das Verbot chemischer Farbstoffe) von der Lebensmittelindustrie sehr gefragt. Die Eberesche ist dankbar für tiefgründige Böden und kühle, raue Lagen. Sie stellt vor allem in obstbaulichen Grenzlagen eine konkurrenzlose Frucht mit hohem und regelmäßigem Ertrag und geringem Pflegeaufwand dar.

KLOSTERNEUBURG KLON IV
ist eine besonders inhaltsstoffreiche, bitterstoffarme Selektion von Ing. Eder aus Klosterneuburg aus der ‚Süßen Mährischen Eberesche’.

TITAN
ist eine russische Kreuzung aus ‚Sorbus auccuparia’ x ‚Aronia melanocarpa’, sehr süß, leicht herb, aber ohne Gerbsäuren - für Liebhaber von Vogelbeeren besonders auch zum Frischverzehr geeignet.      

 

SCHWARZER HOLUNDER (Sambucus nigra)

HASCHBERG
ist eine weltweit verbreitete Holundersorte und wurde an der Höheren Bundeslehr- und versuchsanstalt in Klosterneuburg aus Wildformen selektiert. Sein hoher Farbstoffgehalt (Sambicyanin) macht ihn für die Lebensmittelindustrie interessant. Das von Strauß und Novak entwickelte Meterstamm - Erziehungssystem und seine damit verbundene einfache Kultivierbarkeit ließen den Holunderanbau in Österreich flächenmäßig zur zweitwichtigsten Baumobstart nach dem Apfel werden.
Haschberg bringt sehr große hängende Dolden, welche im September etwas folgernd reifen. Auch die Anfang Juni blühenden Trugdolden werden aufgrund ihres intensiven Duftes gerne zur Herstellung von Holunderblütensaft oder zur Weiterverarbeitung in der Küche verwendet.                       

 

MANDELN (Prunus dulcis) 

Die mit dem Pfirsich verwandte Essmandel liebt einen sonnigen Standort. Dabei ist das Holz gar nicht so frostempfindlich, aber sie blüht vor Marillen. Das macht sie als Bienenweide begehrt  bzw. bringt  etwas südländisches Flair in den Garten.
Gegessen wird der Keimling, der sich in der Mitte des Kerns befindet, sowohl roh als auch geröstet.

Die Bodenansprüche des Mandelbaumes sind gering, er verträgt Trockenheit gut, mag aber eine gewisse Tiefgründigkeit.
Die meisten Mandelsorten sind selbstunfruchtbar, d.h. es sollten zwei verschiedene Sorten gepflanzt werden: 

WEISSE KRACHMANDEL          FERRAGNES           KEILMANDEL      
KAISERMANDEL             FERRADUEL           LAURANNE
® Avijor       
 

MISPEL (Mespilus germanica)

Anfang November gepflückt, sind die je nach Sorte 2 bis 7 cm großen, braungefärbten, kegelförmigen und behaarten Scheinfrüchte in der Regel noch steinhart und, da zu herb, völlig ungenießbar. Erst nach dem Einwirken von Frösten bzw. durch ein Nachreifen in dünner Schichte auf Stroh oder in Pfirsichplateaus werden sie essreif. Nach den Erweichen des Fruchtfleisches wird der Geschmack angenehm säuerlich - aromatisch. Liebhaber schätzen die rohe Frucht wegen ihres spezifischen Geschmacks. In der Tschechei und Italien gelten Mispeln als Marktfrucht. Mispeln sind reich an Invertzucker, Säuren und Pektinstoffen. Mit Butter, Wein und Zucker gedämpft, über dem offenen Feuer gebraten oder aufgekocht zu Püree, Kompott oder Konfitüre finden sie das Lob des Kenners. In der Steiermark werden heute noch Mispeln für die Marmeladeerzeugung und als Beimengung zu Tee (zwecks Geschmacksverbesserung) verwendet.

 

KORNELKIRSCHE  Der Echte oder Gelbe Hartriegel

Diese kirschähnliche Wildfrucht wird in der Volksmedizin seit langem genutzt, von Kennern schon immer sehr geschätzt und zu köstlichen Obstprodukten - Saft, Gelee, Marmelade, Likör, Brand und Fruchtriegel verarbeitet. Das äußerst genügsame und harte Gehölz - bei uns auch als `Dirndl` bekannt - bevorzugt kalkhaltige Lehmböden und ist sehr frosthart und trockenresistent. Folgende Sorten werden in unserem Betrieb erprobt und vermehrt: 

JOLICO   KASANLAKER  

         SCHUHMENER   FRUITFUL  

 

SPEIERLING - (Sorbus domestica)

Weil mit dem Speierling (Atlitzen, Schmerbirne) eine der schönsten und zugleich seltensten Baumarten in Westeuropa auszusterben droht, wurde er zum Baum des Jahres 1993 gewählt. Mittlerweile hat er wieder bei vielen Naturliebhabern und Schnapsbrennern Freunde gefunden. Im September/Oktober, sobald die ersten birnen- oder apfelförmigen, 2 bis 4 cm großen Früchte abfallen, erfolgt die Ernte. Im festen Zustand sind sie ungenießbar. Sie schmecken extrem sauer und adstringierend. Sobald das Fleisch weich wird, entwickelt sich ein mildes, süß-säuerliches Aroma. In zu rauem Klima bleibt der hohe Gerbstoffgehalt bzw. bitterherbe Geschmack dominierend. Reife Früchte dienen der Verbesserung von Obstwein, indem Speierlingsaft dem Apfel- oder Birnensaft zugesetzt wird. Aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes wirkt Speierlingsaft gärungslenkend und kann die Eiweißfällung beschleunigen. Klarheit, Haltbarkeit und Aroma von Obstweinen werden durch Zusatz von Speierlingsaft verbessert. Der hohe Gehalt an Gerbstoffen und Pektinen ließ die Früchte des Speierlings zum wertvollen Heilmittel bei Verdauungsstörungen (Durchfall) und Magenleiden werden. Aus Frankreich wurde unter der Bezeichnung `Sorbette` ein Speierlingsschnaps international bekannt. Der Speierling wird aber auch zu Obstweinen, Most, Essig und Gelees verarbeitet.

 

ELSBEERE - (Sorbus torminalis)

Die „Adelsbeere“ oder „Ruhrbirn“, wie die Elsbeere auch genannt wird, bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige, kalkhältige Böden mit guter Durchlüftung, meidet aber schattige, feuchte Lagen. Im September/Oktober reifen die länglich eiförmigen 8 bis 15 mm großen Äpfelchen heran. Bis zu 10 am Fruchtstand haftend, färben diese sehr harten Früchte vorerst rötlich-gelb und werden bei Vollreife braun. Die sehr gerbstoffreichen Früchte wirken zu adstringierend (zusammenziehend), um frisch gereift verzehrt werden zu können. Erst durch Frosteinwirkung oder Liegenlassen an einem luftigen Ort werden sie verwertungsfähig. Sie schmecken unsaftig, sandig-mehlig, aber säuerlich-süß. Elsbeerbrand (wird im Elsass Aliziergeist genannt) bringt wie Kompotte, Gelees und Konfitüren ein typisches an Marzipan erinnerndes Aroma.

 

ARONIA - Die schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa)

 Sie wird auch schwarze Eberesche oder Apfelbeere genannt und wegen ihrer medizinisch wertvollen Inhaltstoffe neben anderen Obstarten  wie Sanddorn oder Kornelkirschen den Heilpflanzen unter den Obstarten zugeordnet. Der Anbau dieser Kulturen gilt als neuartig und aussichtsreiche Spezialisierung innerhalb des Obstbaus. Die Anforderungen an Klima und Boden sind bei der Aroniabeere gering. Sie ist vor allem auf Grund ihres stabilen und dunklen Farbstoffes und der besonderen Geschmacksnote für die industrielle Verarbeitung interessant. Folgende Sorten werden in unserem Betrieb zur Zeit erprobt und vermehrt:

NERO  RUBINA  VIKING

 

Die EDELKASTANIE (MARONI)

wurde schon von Hildegard von Bingen mit einer breiten Palette von Heilkräften beschrieben und galt früher als „Brot der armen Leute“. Heute sind sie mehr Delikatesse als Grundnahrungsmittel und der Duft heißer Maroni ist von Weihnachtsmärkten nicht mehr wegzudenken.

Voraussetzung für gutes Gedeihen und vollständiges Ausreifen der Früchte sind sommerwarmes und wintermildes Klima, kalkarme  Böden in Lagen ohne Kaltluftstau.

Bei uns haben sich die auf Grund der guten Baumgesundheit und der großen Früchte selektierten Sorten Marietta,  Margit und Martina bewährt. Diese sind sich - was die Fruchtqualität betrifft - sehr ähnlich und befruchten sich gegenseitig. Eine neue selbstfruchtbare Sorte ist Marlene. Die Maroni, meist zwei pro Frucht, lösen sich noch am Baum aus der stacheligen Schale. Der Ertrag setzt sehr rasch ein und liegt ab etwa 10 Jahren bei 30 - 60 kg.

MARIETTA ist großfrüchtig, reift mittelfrüh mit gutem Geschmack und sehr guter Schälbarkeit

MARGIT ist sehr großfrüchtig, mittelspät reif, mit gutem Geschmack und guter Schälbarkeit

MARTINA ist sehr großfrüchtig, spätreif, guter Geschmack und gute Schälbarkeit, sehr frostfest
 

MARLENE ist selbstfruchtbar und großfrüchtig, spätreif, hat einen sehr guten Geschmack und lässt sich gut schälen.   Sie ist sehr ertragreich und bringt oft schon im Pflanzjahr Früchte.

 

 

KIWI

 

Man unterscheidet zwei Arten von Kiwis: Die großfrüchtig, bedingt winterharten Sorten wie wir sie  vom Lebensmittelhandel kennen = Actinidia chinensis und die kleinfrüchtig, absolut winterharten Actinidia arguta Sorten.

 

Actinidia chinensis

HAYWARD

Hayward ist die klassische, sehr großfruchtige, walzenförmige Kiwi wie man sie vom Handel kennt. Sie benötigt geschützte Standorte, z.B.  an einer Hausmauer mit Klettergerüst und unbedingt einen männlichen Befruchter.

 

KIWIGOLD®

ist in Qualität und Ansprüchen mit Hayward vergleichbar, hat aber kein grünes, sondern goldgelbes Fruchtfleisch.

 

JENNY

Jenny ist nicht so großfrüchtig wie Hayward und selbstfruchtbar. Aber auch Jenny bringt mit Befruchter höhere Erträge und einheitlichere Fruchtgrößen.

 

MATUA

Matua ist eine männliche  ´actinidia chinensis´ Sorte, welche auch für alle ´arguta´ Sorten als Befruchter möglich ist.

 

Actinidia arguta 

ISSAJ

Issaj bringt 2,5 bis 3 cm große, glattschalige Früchte mit intensivem Kiwiaroma welche samt Schale zu essen sind. Issai ist sehr winterfrostfest und selbstfruchtbar. Ein männlicher Befruchter bringt höhere Erträge und größere Früchte.

 

SCHWARZE MAULBEERE (Morus nigra) 

Sie braucht zu ihrem guten Gedeihen viel Wärme und Licht und liebt daher das Weinbauklima. Doch in geschützten Nischen milder Alpentäler lässt sich diese Art recht hoch ansiedeln.

Fruchtbare, lockere Böden mit guter Nähstoffversorgung sagen der schwarzen Maulbeere am besten zu, stauende Nässe meidet sie. Bei den alten Griechen galt der Baum als Symbol der Klugheit, da er immer erst dann austreibt, wenn keine gefährdeten  Fröste mehr drohen. 

Reife Beeren, dies zeigt sich durch Schwarzfärbung und Abfallen gesunder Früchte, können neben Rohgenuss zu erfrischenden Säften aufbereitet werden und dienten früher als beliebtes Hausmittel gegen Halsweh.

 

Die WEISSE MAULBEERE (Morus alba) 

hat die größere Verbreitung als die „Schwarze“, aber nicht wegen Ihrem Fruchtwert, sondern wegen ihrer Blätter, welche seit jeher zur Seidenraupenanzucht und als Viehfutter dienten.

Das Aufkommen von Kunstfasern auf den Textilmärkten hat der Seidenraupenzucht - und damit der Anpflanzung des Weißen Maulbeerbaumes - die ehemals große wirtschaftliche Bedeutung genommen.

Die Farbe der Beeren ist in der Regel milchweiß, doch existieren auch gelbliche, rötliche und dunkle Abarten der Weißen Maulbeere. Sie ist nur für Weinbaugegenden genügend frosthart und bevorzugt leichtere, sandige Böden.

PAWPAW –Indianerbanane (Asimina triloba)

Die Indianerbanane ist eine neue, interessante Obstart für Direktvermarkter und Hausgärten im Weinbauklima. Der frostharte und bezüglich Krankheiten robuste Laubbaum kann aufgrund seines schwachen Wuchses sehr leicht ähnlich einer Steinobstspindel erzogen werden. Die glöckchenförmigen purpur-violettfarbenen Blüten und das gelb gefärbte Laub im Herbst haben einen hohen Zierwert. Die essbaren, länglich-ovalen bis keulenförmigen Früchte, welche gelbgrün gefärbt sind und einen exotisch fruchtigen Geschmack aufweisen – fruchtiger als herkömmliche Bananen – reifen bei uns Ende September bis Mitte Oktober.

SUNFLOWER, OVERLEESE und PRIMA ragen derzeit aus dem Sortiment der Indianerbananen hervor.

Eine genauere Beschreibung finden Sie im Artikel von Hubert Siegler - Bayrische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim

 
WALNÜSSE (Juglans regia)

 

Obwohl sich der erwerbsmäßige Walnussanbau aus ökonomischen Gründen in unserem Klima fast nicht rentiert, hat er im Weinviertel und vielen anderen Regionen für die Eigenproduktion große Tradition. Früher hatte jeder Weinhauer im Weinviertel Kirschen- und Nussbäume im Weingarten für die Eigenversorgung stehen, eine Tradition, die der Mechanisierung zum Opfer gefallen ist. 

Gerade dieser Umstand veranlasst viele naturbewusst Denkende wieder einen Nussbaum auf Randflächen, Gstetten oder als attraktiven Hofbaum zu pflanzen. Die Walnuss treibt im Frühjahr erst spät aus, sodass die milde Frühlingssonne in den Hof fallen kann. Im Sommer spendet das dichte Laubwerk reichlich Schatten und einige in den Blättern enthaltene Inhaltsstoffe halten Gelsen und Fliegen fern.

 „In jedem Hundezwinger sollte ein Nussbaum stehen“ sagte ein erfahrender Hundezüchter zu mir, „weil dieser Flöhe und Ungeziefer in seinem Bereich fernhält.“

Und natürlich ist die Frucht selbst ein stichhaltiges Argument für diese Baumart, die so wenig Pflege und Schnitt benötigt.

Eine Walnuss aber in die Erde stecken und dann 15 Jahre warten, bis sich die ersten Früchte zeigen, um womöglich festzustellen, dass sie klein und hartschalig sind, verdirbt die Freude an dieser anspruchslosen Obstart.  Walnüsse sind äußerst langlebig, den „Baum fürs Leben“ sollte man also gezielt auswählen: einen veredelten Baum, der eine bestimmte Sorte garantiert.

Wir haben verschiedenste Sorten aus den USA, Deutschland, Böhmen und Ungarn gesammelt und die besten daraus  in die Vermehrung genommen.

Diese sind spätaustreibend, wohlschmeckend und großfrüchtig, krankheitsrobust und beginnen bereits ab dem 3. Standjahr zu tragen. Zusätzlich sind alle Sorten apomyktisch, d.h. sie bringen auch ohne Befruchtung reichlich Nüsse, die gemeinsame Pflanzung verschiedener  Sorten steigert und sichert dennoch den Ertrag.

 

SEIFERSDORFER

Die ´Seifersdorfer Runde´ ist eine altbewährte deutsche Sorte aus Dresden/Pillnitz und durch ihre frühe Holzausreife sehr winterfrostfest. Durch ihren mittelfrühen Austrieb und frühen Triebabschluss ist sie vor allem für Höhenlagen bis 800m am Besten geeignet und lässt sie auch für unsere westlichen Bundesländern empfehlenswert erscheinen. Die große, runde Nuss löst sich leicht aus der Schale  und schmeckt sehr gut.

 

LAKE 

ist auf Grund seiner hohen Erträge eine Hauptsorte in Amerika und bringt wie Jupiter bereits ab dem 2. Jahr Früchte.  Sie ist mit Mars unsere robusteste Sorte gegen Xantomonas (Bakterienbrand). Mittelspäter Austrieb.

Große, länglich-ovale dünnschalige Nuss mit hoher Geschmacksqualität.

 

JUPITER

aus der Zuchtstation Valtice (Südmähren) ist sehr spätaustreibend und dadurch besonders für warme Gebiete geeignet. Der Baum wächst mittelstark mit breiter, dichter Krone und ist sehr früh- und reichtragend. Die Nuss ist groß, länglich mit gefurchter Schale und stellt eine wertvolle Bereicherung des Sortiments dar.

 

MARS

treibt noch später als Jupiter aus und ist ebenfalls aus Mähren. Der Baum wächst langsam, bildet den geringsten Kronendurchmesser der Nusssorten in unserem Sortiment und lässt erst sehr spät die Blätter fallen. Mars eignet sich besonders fürs Weinbauklima und ist unsere robusteste Sorte gegenüber Blattfleckenkrankheiten und Blütenfrost. Die wohlschmeckende Nuss ist groß, glatt und etwas gespitzt.

 

APOLLO

bringt sehr große, rund-ovale Nüsse mit heller glatter Schale. Der Kern ist hell – strohgelb, leicht lösbar, wohlschmeckend und füllt die Schale vollkommen aus. Der Baum wächst mittelstark bis stark und bildet eine hohe Krone.

 

GEISENHEIM 139 

hat sich von den westdeutschen Sorten am robustesten gegen Spätfrost  herausgestellt und ist aus diesem Grund der ´Weinsberg 1´ und ´Geisenheim 120´ vorzuziehen. Die Nuss ist mittelgroß, hellschalig attraktiv. Der Baum ist mittelstark wachsend und sehr gesund.

  

GEISENHEIM 120

ist sehr großfrüchtig und daher eine wichtige Sorte im Erwerbsanbau. Der Baum ist sehr starkwachsend und bildet mächtige Kronen. Geisenheim 120 braucht unbedingt einen Fremdbefruchter und ist gegen die Walnusskrankheiten Blattbräune und Bakterienbrand empfindlich. 

 

ROTKERNIGE

Die Haut des Nusskerns ist dunkelrot, sehr dekorativ gefärbt und dadurch bei Hausfrauen und Konditoren zum Verzieren beliebt. Der Baum treibt später aus als die Rote Donaunuss und ist dadurch nicht so spätfrostgefährdet und auch robuster gegen Blattfleckenkrankheiten.

 

 

HASELNÜSSE (Corylus avellana)

Aufgrund der frühen Blüte - Februar / März - ist ein Erwerbsanbau mit Haselnüssen in unserem Klima eher unwirtschaftlich. Als Bereicherung des Sortiments im Hobbyanbau oder als Sichtschutz haben sie sehr wohl ihre Berechtigung.

Haselnüsse wachsen meist strauchartig und verjüngen sich von der Basis her durch Stockausschläge. Es ist aber auch möglich, sie mit einem kurzen Stamm zu erziehen, entweder auf eigener Wurzel oder auf Baumhasel veredelt.
Idealer Pflanzabstand in der Reihe ist 3-4m, als Sichtschutzpflanzung ca. 2m.
Die Standort- und Lichtansprüche der Haselnuss sind relativ hoch. Sie verlangt tiefgründige Böden mit ausgeglichenem Wasserhaushalt. Ideal sind windgeschützte, spät austreibende, hohe Lagen, der pH-Wert spielt keine große Rolle.

Für einen guten Ertrag ist es wichtig, eine lockere Krone zu erziehen, da schlecht belichtete Äste nur mäßig blühen und fruchten. Alle Haselnusssorten sind selbstunfruchtbar, getrennt geschlechtlich und einhäusig, das heißt, männliche Kätzchen und weibliche Narbe sind eigenständige Blüten, aber auf einer Pflanze. Die Befruchtung erfolgt durch den Wind. Da die Blütezeiten nicht immer übereinstimmen, ist es vorteilhaft, mehrere Sorten gemeinsam zu pflanzen:

HALLE'SCHE RIESEN: sehr große Nuss, breit kegelförmig, gerieft, hell- dunkelbraun, mit großer flacher Schildfläche. Die tief eingeschnittene, fleischige Hülle umschließt die Nuss. Reift Mitte - Ende September. Sehr starker, breit aufrechter Wuchs; ertragreich.

WUNDER VON BOLLWEILER: große - sehr große Nuss, breit kegelförmig, flaches Schild. Die Fruchthülle umschließt die Frucht nur zu zwei Drittel. Reift Mitte - Ende September. Wächst mittel - stark, breit aufrecht; Kätzchen im Winter rotbraun; wertvolle, ertragreiche Sorte.

WEBBS PREISNUSS: mittelgroße, lang eiförmige, hellbraune Nuss mit sehr gutem Geschmack, Hülle sehr lang, tief geschlitzt, einseitig eingeschnitten. Reift Mitte - Ende September, sehr einheitlich. Wuchs mittelstark, breitkronig; Kätzchen im Winter grau-grün; der Ertrag setzt sehr früh ein und ist sehr hoch.

ROTBLÄTTRIGE ZELLERNUSS: mittelgroße, länglich-eiförmige, dünnschalige Nuss; dunkelbraune Schale, vollständig vom Kern ausgefüllt. Fruchthülle um die Schale auffallend lang. Geschmack angenehm mandelartig, süß. Reift Mitte  September. Schwach wachsend, breit bis flachkronig, roter Austrieb; Ertrag hoch.

COSFORD: große, länglich-ovale, hellbraune Nuss, nach unten breit zugespitzt; wohlschmeckend. Reift Mitte - Ende September. Mittelstark - stark und breit wachsend; mittelhoher Ertrag.